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Cäsium 137: Radioaktives Isotop, das in der Natur nicht vorkommt, und durch Atom­bomben­tests und Kernreaktorstörfälle in die Atmosphäre gelangt und sich weltweit ausbreitet. Die Halbwertszeit beträgt 30,17 Jahre.

Die Belastung des Bodens mit Cäsium 137 durch das Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 wird also erst im Jahr 2016 auf die Hälfte reduziert sein und 2046 auf ein Viertel. Entsprechend findet man in Teilen Deutschlands (v. a. Südbayern, das damals der ungünstigen Kombination aus radioaktiver Wolke und zugleich starken Regenfällen ausgesetzt war) noch heute um ein mehrfaches erhöhte Strahlenbelastung im Moor- und Waldboden und darüber in Waldpilzen, Wild und Waldfrüchten.

Im Körper wird es wegen guter Wasserlöslichkeit und großer Ähnlichkeit mit Kalium im Darm resorbiert und v. a. im Muskelgewebe eingelagert. Die biologische Halbwertszeit (Halbierung der im Organismus einmal eingelagerten Menge) ist von Alter und Geschlecht abhängig und beträgt im Durchschnitt 110 Tage.

Chemisch ist Cäsium in den vorkommenden Mengen ungiftig. Normalerweise kommt es im menschlichen Organismus nicht vor.

Für Cäsium 137 wurde seit dem 23.03.2011 auch in Deutschland ein Anstieg der Konzentration festgestellt und als Folge der Ausbreitung der radioaktiven Wolke von Fukushima um die gesamte Nordhemisphäre gewertet.

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